Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR)

Transportverpackungen sind ein entscheidender Faktor dafür, dass die Waren unbeschädigt bei den Kunden ankommen. Andererseits entstehen durch Pakete täglich Abfälle. Genau das möchte die Europäische Union ändern.

Deshalb hat die Europäische Kommission am 30. November 2022 einen ersten Vorschlag für eine neue EU-Verordnung über Verpackungen veröffentlicht: die Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR). Die Europäische Kommission möchte mit dieser Gesetzgebung Herstellern und Importeuren von verpackten Produkten Regeln auferlegen, um gleiche Wettbewerbsbedingungen in allen EU-Mitgliedstaaten zu schaffen. Doch was beinhaltet die PPWR-Verpackungsverordnung, und wann tritt sie in Kraft? Gern erklären wir es Ihnen hier.

Was ist die PPWR-Verpackungsverordnung?

Die PPWR ist eine verschärfte Verpackungsverordnung, die sicherstellen soll, dass alle EU-Mitgliedstaaten nachhaltige Regeln für Verpackungen einhalten. Sie folgt auf die aktuelle Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWD), die seit 1994 in Europa in Kraft ist. Obwohl die PPWD Vorgaben enthält, an die sich die EU-Mitgliedstaaten halten müssen, können diese Vorgaben frei angewendet werden, was zu erheblichen Unterschieden zwischen den Ländern führt.

Die Europäische Kommission hat die PPWD für ineffektiv befunden und möchte einige Änderungen einführen. Unter anderem hat sie festgestellt, dass immer noch zu viele Verpackungen produziert werden, zu wenig recycelt wird und immer noch zu viel leerer Raum in Verpackungen vorhanden ist. Die derzeit geltende Richtlinie wird daher in eine Verordnung umgewandelt. Das bedeutet, dass für Hersteller und Importeure in allen EU-Ländern jetzt dieselben Regeln gelten. Die Länder können also nicht mehr ihre eigene Auslegung dieser Gesetzgebung anwenden.

Was ist das Ziel der PPWR?

Das Hauptziel der PPWR besteht darin, die Auswirkungen von Verpackungen auf die Umwelt in Europa zu verringern. Sie soll innerhalb der Europäischen Union gleiche Wettbewerbsbedingungen für Hersteller und Importeure von verpackten Waren schaffen. Somit werden in allen europäischen Ländern die gleichen Etiketten auf den Verpackungen und die gleichen Definitionen gelten. Die Einführung der folgenden Maßnahmen wird zu folgenden Ergebnissen führen:

  • Verringerung des Verpackungsaufkommens (Gewicht und Volumen);
  • Bekämpfung von Verpackungsabfällen, die nicht recycelt werden können;
  • Verstärktes Recycling von Verpackungen und Verwendung von Mehrwegverpackungen;
  • Umfassendere Verwaltung der Verpackungsprozesse.

Die Kernpunkte der PPWR

Die PPWR enthält mehrere wichtige Punkte, die sich auf die Geschäftsprozesse auswirken werden:

  • Verbot bestimmter Verpackungsarten: Ab 2030 ist die Verwendung einer Reihe von Verpackungsarten verboten. Dazu gehören Einwegverpackungen im Gaststättengewerbe (Lebensmittel und Getränke), im Einzelhandel (frisches Obst und Gemüse) und in Hotels (Toiletten- und Hygieneprodukte).
  • Wiederverwertbare Verpackungen: Ab 2030 müssen alle Verpackungen wiederverwertbar sein.
  • Verbot von überflüssigem Platz in Verpackungen: Verpackungen müssen so leicht wie möglich sein. Die Verpackung darf nicht mehr als 40 % Raum oder Luft enthalten.
  • Erhöhung des Anteils an recyceltem Material in Verpackungen: Der Einsatz von recyceltem Material in Verpackungen muss erhöht werden.
  • Reduzierung bestimmter Stoffe in Verpackungen: Verpackungsmaterialien dürfen insgesamt nicht mehr als 100 mg/kg Blei, Kadmium, Quecksilber oder sechswertiges Chrom enthalten.
  • Reduzierung des Gewichts der pro Kopf in Verkehr gebrachten Verpackungen.

Beachten Sie, dass der aktuelle Vorschlag mit seinen Kernpunkten noch nicht offiziell von der Europäischen Kommission angenommen wurde. Es kann also noch zu Änderungen kommen.

Wann tritt die PPWR in Kraft?

Am 30. November 2022 legte die Europäische Kommission ihren ersten Vorschlag für die PPWR-Gesetzgebung vor. Seitdem liegt der Vorschlag dem Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union vor. Ende November 2023 wurde eine Einigung über die PPWR erzielt. Am 4. März 2024 erzielten das Europäische Parlament und der Rat nach mehrmonatigen Verhandlungen einen vorläufigen Kompromiss über die PPWR-Gesetzgebung. Allerdings war die Europäische Kommission mit dem Ergebnis der Verhandlungen nicht einverstanden.

Es wird erwartet, dass die PPWR Ende 2024/Anfang 2025 vom Parlament und vom Rat verabschiedet, unterzeichnet und veröffentlicht wird. Die Maßnahmen der PPWR treten zwölf Monate nach Veröffentlichung in Kraft.

Die CSRD-Richtlinie und PPWR-Verpackungsverordnung sind ein klares Signal für das Engagement der EU zur Schaffung eines nachhaltigeren Sektors. Wir freuen uns, dass unsere Verpackungslösungen E-Fulfillment-Unternehmen bei der Verwirklichung ihrer Ambitionen für nachhaltiges Wachstum unterstützen können.

Richard Nijboer  | Director Sales and Services

Was bedeutet die PPWR-Verordnung für Ihr Unternehmen?

Die Einführung der PPWR-Verordnung hat weitreichende Auswirkungen auf alle Unternehmen des E-Commerce. Diese Verordnung zwingt die Unternehmen dazu, ihre Produkte passgenau zu verpacken und so der Verwendung übergroßer Versandkartons entgegenzuwirken. Die Unternehmen werden stärker in die Pflicht genommen, Online-Bestellungen nachhaltig und mit minimalen Umweltauswirkungen zu verpacken. Wiederverwendbare Materialien in Verpackungen werden allmählich zur Norm. Zusammen mit der CSRD-Richtlinie dient die PPWR als Roadmap für eine nachhaltigere Zukunft.

Wir von Sparck helfen Ihnen gern mit unseren Ideen dabei, die Nachhaltigkeitsziele Ihres Unternehmens zu erreichen. Dazu bieten wir innovative Lösungen, die ein Unternehmen „EU-rechtssicher“ machen:

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Ein maßgefertigter Karton erübrigt die Verwendung von Füllmaterial. Luftpolster und Luftpolsterfolie als Füllmaterial gehören damit der Vergangenheit an, was zu einer Reduzierung verwendeter Materialien führt. Diese Maßnahme steht im Einklang mit den Umweltvorschriften und trägt zur Abfallvermeidung bei.

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